DIRK BRÖMMEL*

Laudatio

In Dirk Brömmels Fotoarbeiten stehen menschliche Situationen im Kontrast zu Architekturelementen. Ein Kind fährt auf einem altmodischen Spielzeugauto, während ihm ein Erwachsener zusieht. Zwei Kinder schauen aus einem Fenster ins Freie. Dabei bilden eine Hauswand und ein Fensterkreuz den Rahmen.

 

Brömmel legt Architekturbilder wie eine Folie unter die Menschenbilder, so dass zeit-ungleiche Schichten entstehen: Ungleichzeitigkeit als Definition von Zeit.

 

Aus dem Fenster, um die Hausecke ergeben sich Ausblicke, einmal scheinbar in die Zukunft, das andere Mal zurück in die Vergangenheit. Auf gleichermaßen menschliche und poetische Weise deutet der Künstler hier Geschichten an, die die Betrachter für sich weiter erzählen können.

 

Durch die übereinander gelegten Schichten, durch den Kontrast von Figuren und Flächen, von kleinteiligen und großflächigen Elementen gewinnen Brömmels Arbeiten nahezu malerische Ansätze. Die Brüchigkeit der Komposition ist einleuchtend und scheint beabsichtigt.

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